TICKET CENTER 05201 81 80
Montag, Mittwoch bis Freitag 12-16 Uhr
(im Sportpark, Gausekampweg 2, Halle/Westf.)
 

Pop-Oratorium Luther am 11. März (Samstag) 2017. Beginn: 19.00

Zum Reformationsjubiläum 2017 wird "das Projekt der tausend Stimmen" aufgeführt

Ein Mensch mit Ängsten, Zweifeln, Gewissenskonflikten und festen Überzeugungen, genauso wie Theologieprofessor, Ablassgegner, Bibelübersetzer und aus der Kirche ausgestoßener Gläubiger - all das war Martin Luther (*1483/†1546). Der Augustinermönch gilt als eine, wenn nicht als die zentrale Figur der Reformation. Er gilt als Beginn der Reformation, die Mitteleuropa grundlegend veränderte und sich in vielen Bereichen der Gesellschaft auswirkte. Anlässlich dieses Jubiläums hat die "Stiftung Creative Kirche" aus Witten das "Pop-Oratorium Luther - das Projekt der tausend Stimmen" angestoßen. Im Jahr 2017 jährt sich am 31. Oktober zum 500. Mal Luthers sogenannter Thesenanschlag und zu diesem Reformationsjubiläum sind zahlreiche Aufführungen in den größten Arenen Deutschlands terminiert. Die Welturaufführung war am 31. Oktober 2015 in der Dortmunder Westfalenhalle vor fast 16.000 Zuschauern und am 11. März (Samstag) 2017, ab 19.00 Uhr, präsentiert sich das Pop-Oratorium im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen.

Auch wenn es bis zu diesem konzertanten Abend in der ostwestfälischen Eventarena noch etwas mehr als ein Jahr dauert, so laufen die Vorbereitungen für die spektakuläre Inszenierung bereits auf Hochtouren. So fand am gestrigen Donnerstag (21. Januar) ein Informationsabend im GERRY WEBER Event Center in HalleWestfalen statt, wo der Komponist des Stücks,  Dieter Falk, sowie Pop-Oratorium-Projektleiter Marcel Volkmann rund 100 Chorleitern und anderen Interessierten das Projekt vorgestellt haben. Denn ab sofort werden bis zu 2.500 Sängerinnen und Sänger für "Luther - das Projekt der tausend Stimmen" gesucht, die dann in einem Zeitraum von rund sechs Monaten das Pop-Oratorium im eigenen Chor und bei gemeinsamen Proben einstudieren werden. Prof. Dr. Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, hat die Patenschaft für das Projekt übernommen, das neben dem Chor mit zwölf erfahrenen Musical-Darstellern, einem 40-köpfigen Symphonie-Orchester, einer Band mit sechs Musikern und rund 100 zum Teil ehrenamtlichen Mitarbeitern aufwartet.

„Der Chor steht zweifelsfrei im Mittelpunkt und die Chorsätze sind leicht zu erlernen, da Notenkenntnisse nicht erforderlich sind“, sagt Produzent Falk (u.a. PUR, Pe Werner und Monrose), der gemeinsam mit dem erfolgreichsten deutschen Bühnenautoren und Oratorium-Liedtexter Michael Kunze (u.a. Elisabeth, Tanz der Vampire, Mozart!) ein großes Bühnenstück geschaffen hat, dass dem Publikum die Botschaft „Selber denken!“ vermitteln soll und ist begeistert vom dem Erzählstoff, den er in engem Austausch mit Kunze musikalisch verarbeitet hat: „Luther war mitunter auch ein ‚Dickkopf‘. Den kann ich nicht mit weichgespülten Balladen unterlegen. Ein Sturkopf braucht auch eine Rockband, die wirklich Gas gibt. Wir haben ein großes Orchester auf der Bühne, bei dem das tiefe Blech richtig reinhaut und die Posaunen, die Tuba und die Trompeten auch mal funky spielen.“

Die Teilnahme am Pop-Oratorium ist unabhängig davon, ob jemand Mitglied in einem Chor ist oder als so genannter Einzelsänger ohne Chorzugehörigkeit mitmacht. Auch die Frage, ob jemand Mitglied einer Kirche oder gar erfahrener Sänger ist, spielt bei der Beteiligung keine Rolle. „Wir möchten Menschen attraktive Möglichkeiten anbieten, zu singen“, sagt Marcel Volkmann von der "Stiftung Creative Kirche", die die Inszenierung in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Halle und der Evangelischen Kirche in Deutschland in acht deutsche Städte bringen werden und fügt an, dass „Michael Kunze das Thema Reformation so aufbereitet hat, dass es jedermann verstehen und die Bedeutung der Reformation für die heutige Zeit nachvollziehen kann.

Für den Superintendanten des Kirchenkreises Halle, Pfarrer Walter Hempelmann, ist „das Gerry Weber Stadion optimal, da der Chor kompakt auf der Bühne steht und man ganz nah am Publikum ist. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt in Halle Station macht - für uns als Kirchenkreis ist das ein tolles Event und für die Stadt und Region wichtig. Das Oratorium zeichnet kein rückwärtsgewandtes Bild von Luther, sondern wirft die Frage auf, was bedeutet Luthers Erkenntnis heute für uns. Luther trat damals nicht gesellschaftskritisch auf, sondern hat die biblische Botschaft für sich persönlich und für uns alle wiederentdeckt. Sie zeigt den unmittelbaren Weg zu Gott, ohne die Vermittlung von Priestern und Papst. Das neuzeitliche Denken bricht sich mit Luthers Erkenntnis Bahn.“

Auch Frank Heinkel, Projektleiter der GERRY WEBER WORLD, blickt gespannt auf das einzigartige Projekt: „Seit mehr als zehn Jahren pflegen wir eine enge Kooperation mit dem Kirchenkreis Halle. So haben wir etwa 2004 und 2011 die Kirchentage im Gerry Weber Stadion durchgeführt und unterstützen die jährlich stattfindenden Haller Bach-Tage. Das Pop-Oratorium ist nun aber ein musikalisches Projekt in einer Größenordnung, wie wir es bisher noch nicht veranstaltet haben. Das Stadion bietet mit seiner engen Bauweise dafür eine tolle Atmosphäre: Der Chor wird sich ideal in das Gesamtbild der Eventarena einpassen. Wir als Veranstalter freuen uns, ein solch großartiges Musikprojekt begleiten zu können, denn es wird - und da bin ich mir sicher - ein Highlight in unserem Kalender 2017 sein.“

Für Mitwirkende, die sich nicht im eigenen Chor vorbereiten können, wird eine zusätzliche Probe, eine Einzelsängerprobe, angeboten. Zur Vorbereitung der eigenen Chorarbeit findet am Aufführungsort in HalleWestfalen eine Chorleiterschulung unter Leitung des Komponisten Dieter Falk statt. Bei einer Regionalprobe wird das Werk dann an verschiedenen Orten unter professioneller Leitung weiter vertieft. Erstmalig kommen alle Sängerinnen und Sänger bei der Hauptprobe zusammen, bevor es dann im GERRY WEBER STADION mit Orchester, Band und Solisten zur Generalprobe und Aufführung kommt.

Das Bühnenstück besteht aus zwanzig neu komponierten Liedern sowie traditionellen Chorälen. Die Stücke sind so angelegt, dass auch Laienchöre sie erlernen können. Jedes Chormitglied erhält eine Chorpartitur und optional eine Stimmen-Übungs-CD. So kann sich jede Sängerin und jeder Sänger optimal auf die eigenen und die gemeinsamen Chorproben vorbereiten. Anmeldungen sowie weitere Informationen wie unter anderem den Teilnahmegebühren unter www.luther-oratorium.de

Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag von Worms aufgefordert ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen. Mit Rückblenden und Ausblicken rund um das dortige Geschehen erzählt das Pop-Oratorium von Luthers Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche - eine spannende Geschichte um Politik und Religion. Und ein außergewöhnlicher Zugang zu einer hochaktuellen Frage: Wie und warum konnte Luthers Aufforderung zum >Selber denken< umfangreiche Veränderungen in der Gesellschaft, in Ehe und Familie, in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Musik auslösen?

Stiftung Creative Kirche
Eine selbständige kirchliche Stiftung innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen ist die "Stiftung Creative Kirche" mit Sitz im nordrhein-westfälischen Witten. Aus einem Gospelprojekt entstanden, organisiert sie seit über 20 Jahren Gottesdienste, Workshops und Festivals. Sie veranstaltet gemeinsam mit anderen kirchlichen und weltlichen Partnern den Internationalen Gospelkirchentag.

Das größte europäische Festival für Gospel findet 2016 zum achten Mal statt. Es werden 5.000 Sänger und 70.000 Zuschauer erwartet In den Jahren 2010 bis 2012 produzierte die kirchliche Stiftung das Pop-Oratorium "Die 10 Gebote" von Michael Kunze und Dieter Falk, zunächst als Beitrag der Evangelischen Kirche zum Kulturhauptstadtjahr im Ruhrgebiet. Das Stück wurde mehrfach mit bis zu 2.500 Sängern aufgeführt, unter anderem in der Dortmunder Westfalenhalle und in der SAP-Arena in Mannheim. Insgesamt wirkten 15.000 Sänger vor 150.000 Zuschauern mit.

Nachfolgend der Projektablauf im Einzelnen

  • Bereitstellung des Noten- und Übungsmaterials
    • Noten- und Übungsmaterial wird mit der Anmeldebestätigung direkt an jeden Teilnehmer versendet
    • Sammelbestellung möglich
  • Chorleiterschulung (HalleWestfalen)
    • 02. Juli (Samstag) 2016, 13.00 bis 19.00 Uhr, unter der Leitung von Dieter Falk
    • Anschließend Start der eigenen Probenarbeit
  • Regionalproben
    • 29. Oktober (Samstag) 2016: Gütersloh
    • 19. November (Samstag) 2016: Bielefeld
    • 20. November (Sonntag) 2016, HalleWestfalen
    • Jede Sängerin/jeder Sänger nimmt an einer dieser Regionalproben teil
  • Einzelsängerprobe (HalleWestfalen)
    • 07. Januar (Samstag) 2017, 13.00 bis 19.00 Uhr
    • Einzelsängerprobe nur für Sängerinnen und Sänger, die das Pop-Oratorium nicht im eigenen Chor einstudieren
  • Hauptprobe (HalleWestfalen)
    • 04. März (Samstag) 2017, 13.00 bis 19.00 Uhr
    • Erste gemeinsame Chorprobe aller Sängerinnen und Sänger
  • Generalprobe (GERRY WEBER STADION, HalleWestfalen)
    • 11. März (Samstag) 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr
    • oder 10. März (Freitag) 2017, 18.00 bis 21.00 Uhr (bei zwei Aufführungen am Samstag)
  • Aufführung (GERRY WEBER STADION, HalleWestfalen)
    • 11. März (Samstag) 2017, 19.00 bis 21.30 Uhr
    • Bei großer Nachfrage eine weitere Aufführung am Nachmittag

Eintrittskarten sind zum Preis ab 22,90 Euro unter der telefonischen Hotline (05201) 81 80 erhältlich. Des Weiteren via Internet unter www.gerryweber-world.de sowie bei allen CTS-Vorverkaufsstellen. Das GERRY WEBER Ticket-Center ist wie folgt zu erreichen: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen), 33790 HalleWestfalen.

Freuen sich auf das spektakuläre Musikprojekt und laden zum Mitsingen für das "Pop-Oratorium Luther" am 11. März 2017 im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen ein (von links): Superintendant Walter Hempelmann (Kirchenkreis Halle), Komponist Dieter Falk, Frank Heinkel (Projektleiter GERRY WEBER WORLD) und Marcel Volkmann (Projektleiter Pop-Oratorium). © GERRY WEBER WORLD (HalleWestfalen)